


Die American Falls: Das wilde Herz der Niagarafälle
Wenn man von den Niagarafällen spricht, denken viele zuerst an die großen Hufeisenfälle. Doch die American Falls sind das eigentliche dramatische Highlight für alle, die raue Natur und eine bewegte Geschichte lieben. Als einer der drei Wasserfälle, die das Gesamtkunstwerk Niagarafälle bilden, liegen sie komplett auf dem Staatsgebiet der USA und bieten dir eine Perspektive, die du so schnell nicht vergisst. Hier stürzt das Wasser nicht einfach nur in die Tiefe – es prallt mit einer unglaublichen Wucht auf riesige Gesteinsmassen, was für eine ständige, wilde Gischt und ein ganz besonderes Getöse sorgt.
Gewaltige Maße und die Kraft der 11 Prozent
Die Dimensionen der American Falls sind beeindruckend: Sie erstrecken sich über eine Breite von rund 290 Metern im Ort Niagara Falls im Bundesstaat New York. Interessant ist, dass nur etwa 11 % des gesamten Wassers des Niagara Rivers über diese Kante fließen – der große Rest wählt den Weg über die benachbarten Horseshoe Falls und die Bridal Veil Falls. Trotzdem ist der Anblick gewaltig. Das Wasser schießt etwa 60 Zentimeter tief über den Kamm und stürzt dann je nach Messpunkt zwischen 21 und 34 Meter tief bis zum Gipfel des gigantischen Felshaufens am Fuß. Rechnet man den Weg bis zum eigentlichen Flussbett mit, kommt man sogar auf eine Gesamthöhe von 57 Metern.
Ein Wasserfall im Wandel: Felsstürze und Ingenieurskunst
Das markante Aussehen der American Falls mit ihrer gezackten, fast schon „W“-förmigen Kontur ist kein Zufall, sondern das Ergebnis unbändiger Naturkräfte. Im Laufe der Jahre gab es immer wieder schwere Steinschläge, wie etwa im Jahr 1954, als ein großer Teil des nördlichen Aussichtspunkts zerstört wurde. Das führte dazu, dass der Wasserfall heute auf einem riesigen Berg aus Gesteinstrümmern, dem sogenannten Talus, landet.
Diese Dynamik war so besorgniserregend, dass das Ingenieurkorps der US-Armee im Jahr 1969 zu einer drastischen Maßnahme griff: Sie stellten den Wasserfall kurzerhand ab. Über Monate wurde das gesamte Wasser umgeleitet, um die Felswand zu untersuchen und zu stabilisieren. Damals gab es hitzige Diskussionen, ob man die Trümmer am Fuß entfernen sollte, um den Fall optisch „aufzuhübschen“. Letztlich entschied man sich in den 70er-Jahren aber dagegen. Man wollte die Natur so belassen, wie sie ist – wild, unberechenbar und echt.
Wo sieht man die American Falls am besten?
Die besten Logenplätze auf der US-Seite
Wenn du die Niagarafälle auf der amerikanischen Seite besuchst, ist der Prospect Point oft deine erste Anlaufstelle – und das aus gutem Grund. Hier stehst du nicht einfach nur vor dem Wasserfall, du stehst quasi mitten im Geschehen. Du kannst bis auf wenige Meter an die massive Steinkante herantreten und beobachten, wie der Niagara River erst ganz ruhig fließt und dann plötzlich unter deinen Füßen in die Tiefe schießt. Ein absolutes Highlight ist dort die Aussichtsplattform: Sie ragt ein ordentliches Stück über die Schlucht hinaus und bietet dir einen fast schon schwindelerregenden Blick direkt „die Wand entlang“. Du siehst von hier aus perfekt, wie das Wasser auf die riesigen Felsbrocken am Fuße des Falls kracht und eine gewaltige Gischtwolke nach oben wirbelt.
Ein Stück weiter wartet mein persönlicher Geheimtipp auf dich: Luna Island. Du erreichst dieses winzige, charmante Fleckchen Erde über eine kleine Fußgängerbrücke, die dich von Goat Island wegführt. Das Besondere hier ist die Lage, denn Luna Island trennt die großen American Falls von den schmaleren, aber sehr eleganten Bridal Veil Falls. Wenn du dort am Geländer stehst, bist du buchstäblich zwischen zwei Wasserfällen eingekesselt. Das Donnern kommt von links und rechts gleichzeitig, und die feine Gischt umhüllt dich komplett – ein Erlebnis, das man eigentlich kaum beschreiben kann, man muss es einfach mal gespürt haben.
Der Panoramablick von der kanadischen Seite
Wenn du allerdings das klassische Postkartenmotiv suchst, das man aus Filmen und von Fotos kennt, dann führt kein Weg an der kanadischen Seite in Ontario vorbei. Während man auf der US-Seite eher „über“ dem Wasserfall steht, bietet dir die kanadische Uferpromenade den perfekten Frontalblick. Von hier aus präsentieren sich die American Falls in ihrer vollen Breite und Pracht.
Besonders nach Sonnenuntergang verwandelt sich dieser Ort in eine magische Kulisse. Wenn die riesigen LED-Scheinwerfer die Fälle anstrahlen, wirken die Wassermassen wie eine gigantische, lebendige Leinwand. Da sich das Licht in der aufsteigenden Gischt bricht, entstehen Farben und Lichtspiele, die von der kanadischen Seite aus am intensivsten wirken. Es ist der ideale Ort für einen Abendspaziergang, bei dem du die Fälle in aller Ruhe aus der Ferne bewundern kannst, während die Lichter der Stadt im Hintergrund funkeln.
Mittendrin statt nur dabei: Action für Besucher
Für alle, die nicht nur schauen, sondern die Fälle auch spüren wollen, gibt es auf der US-Seite tolle Möglichkeiten. Du kannst über Treppenwege zu Aussichtspunkten direkt unterhalb der Wasserfälle gelangen. Ein absolutes Muss für Abenteurer ist die Cave of the Winds. Hier führen dich Stege so nah an das herabstürzende Wasser, dass du die Kraft der Natur am eigenen Leib spüren kannst. Pack dich also auf jeden Fall wetterfest ein, denn die Gischt der American Falls kennt keine Gnade! Am Ende bleibt dieser Ort ein faszinierendes Symbol für die Schönheit und die unbezähmbare Energie unserer Erde.
Die passenden Tickets
Häufige Fragen zu den American Falls
Die American Falls sind einer der drei Hauptwasserfälle, die zusammen als die Niagarafälle bekannt sind. Diese beeindruckenden Wasserfälle befinden sich am Niagara River entlang der Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada. Im Gegensatz zu den größeren Horseshoe Falls, von denen etwa 90 % in Ontario, Kanada, liegen, befinden sich die American Falls vollständig in den Vereinigten Staaten, in Niagara Falls, New York.
Die American Falls sind Teil der Niagarafälle und befinden sich in Niagara Falls, New York, USA. Sie liegen am Niagara River an der Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada.
Die Höhe der American Falls variiert zwischen 70 und 110 Fuß (21–34 Meter). Die Messung erfolgt von der Spitze des Wasserfalls bis zur Spitze des Felshaufens (Talus), wo das Wasser auftrifft. Die Höhe der Wasserfälle von der Spitze der Wasserfälle bis zum Fluss beträgt 188 Fuß (57 Meter). Diese beeindruckenden Dimensionen tragen zur imposanten Erscheinung der American Falls bei, die Teil der weltberühmten Niagarafälle sind.
Die American Falls haben eine Breite von etwa 830 Fuß (250 Meter) am geraden Kamm und etwa 950 Fuß (290 Meter), wenn man den gezackten Rand des Wasserfalls misst. Diese Ausmaße machen die American Falls zu einem beeindruckenden Naturwunder und einem zentralen Bestandteil der Niagarafälle, die sich entlang der Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada erstrecken.
Das Wasser der American Falls stammt aus dem Niagara River, einem Fluss, der vom Eriesee zum Ontariosee fließt. Rund 11% des Wassers, das durch den Niagara River fließt, passiert die American Falls. Der größte Teil des restlichen Wassers fließt über die Horseshoe Falls, die sich etwas weiter nördlich befinden und teilweise in Ontario, Kanada, und teilweise in den USA liegen. Die American Falls und die Horseshoe Falls sind durch Goat Island voneinander getrennt.
Ja, Besucher haben auf der US-amerikanischen Seite die Möglichkeit, sich dem Rand der American Falls bis auf wenige Meter zu nähern. Es gibt Aussichtspunkte und Wege, die einen spektakulären Blick auf die Wasserfälle ermöglichen.
Besucher können die American Falls von der US-amerikanischen Seite sowie von den Inseln Goat Island und Luna Island aus betrachten. Auf der kanadischen Seite in Niagara Falls, Ontario, bieten sich frontale Ausblicke auf die Wasserfälle.
Die American Falls wurden im Laufe der Zeit durch wiederholte Steinschläge geformt. Ein bemerkenswertes Ereignis war der Steinschlag von 1954, der zu einem Zusammenbruch von Prospect Point führte.
Ja, es ist möglich, die Wasserfälle auch im Winter zu besuchen, und dies kann eine besonders faszinierende Erfahrung sein. Die Niagarafälle verwandeln sich in den Wintermonaten in eine zauberhafte Kulisse, wenn die kalten Temperaturen dazu führen, dass sich riesige Eisgebilde am Wasserfall bilden. Wenn es für einige Tage kalt genug ist, können die Wassermassen und die Gischt an den Felsen und Strukturen entlang der Fälle gefrieren, wodurch beeindruckende Eisskulpturen entstehen.
Der Anblick der gefrorenen Niagarafälle ist spektakulär und verleiht der Landschaft eine ganz eigene Schönheit. Die Eiszapfen, Eisschichten und glitzernden Formationen, die sich am Wasserfall bilden, schaffen eine Winterlandschaft von bemerkenswerter Pracht. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Bedingungen im Winter extrem sein können, und Besucher sollten sich darauf vorbereiten, sich den kälteren Temperaturen anzupassen. Winterkleidung, festes Schuhwerk und Vorsicht beim Begehen von eisigen Flächen sind ratsam.
Hier kannst du gute Ideen für einen Skiurlaub mit Kindern finden. Eine sehr hohe Wahrscheinlich für eine Winterwanderung im Schnee bietet dir die Schneewanderung. Sicher im Eis und Schnee unterwegs mit Grödel.
Weiterführende Links für deinen Ausflug
- wissenswert über die Niagarafälle
- die größten Wasserfälle – die Horseshoe Falls
- die Dritten im Bunde – die Bridal Veil Falls
- orientiere dich mit dieser Niagarafälle Karte
